Die Aufruf-Zeitleiste
Jeder Netzwerkaufruf eines Scans in Ladereihenfolge, getrennt nach vor und nach der Einwilligung.
Ein Bericht nennt Befunde. Die Zeitleiste zeigt die Beobachtung dahinter: jeden Netzwerkaufruf, den der Scanner beim Laden einer Seite erfasst hat, in der Reihenfolge, in der er auftrat. Sie beantwortet die Frage, die ein Befund offenlässt. Was lief da genau, und wann.
Was eine Zeile enthält
- eine laufende Nummer in Ladereihenfolge
- den Zeitpunkt in Millisekunden seit Beginn der Messung dieser Seite
- die Adresse des Aufrufs, in der Tabelle gekürzt dargestellt
- das zugeordnete Werkzeug samt Kategorie, sofern eine Signatur aus dem Werkzeug-Katalog zutraf
- die Art der Ressource: Skript, Stylesheet, Bild, Schrift, XHR, Fetch, Medium
- die Phase, also vor oder nach der Einwilligung
Zeilen mit einem Verstoß sind rot hinterlegt und beim Öffnen der Seite bereits aufgeklappt. Aufgeklappt steht dort, was das Werkzeug erfasst, wer der Empfänger ist, in welchem Land er sitzt und auf welcher Grundlage eine Übermittlung in ein Drittland erfolgt.
Der Einwilligungsklick als Trennlinie
Quer durch die Tabelle läuft eine markierte Zeile: der Moment, in dem der Scanner den Einwilligungsdialog bedient hat. Alles darüber geschah ohne Einwilligung. Die Zeitangabe je Zeile bezieht sich auf den Start der Messung, nicht auf diesen Klick. Den Abstand zum Klick trägt der Beweis zum Befund. Wurde kein Dialog gefunden oder keiner bedient, fehlt die Trennlinie.
Zwei Fälle sind gesondert gekennzeichnet. Ein Aufruf, der nur den Einwilligungsstand meldet, trägt die Kennzeichnung „SIGNAL" statt einer Phase. Und ein Werbeaufruf, der innerhalb von 500 Millisekunden um den Klick liegt und ausdrücklich eine erteilte Einwilligung mitführt, gilt nicht als Verstoß. Er steht in der Tabelle auf der Seite nach der Einwilligung, weil ihn mit hoher Wahrscheinlichkeit der Klick ausgelöst hat.
Filtern
Vier Ansichten stehen zur Wahl: alle Aufrufe, nur Verstöße, nur Aufrufe mit erkanntem Werkzeug, nur Einwilligungssignale. Dazu kommen Filter nach Phase und nach Art der Ressource. Jeder Filter nennt die Trefferzahl, bevor Sie ihn anklicken.
Seiten und frühere Scans
Beim tiefen Scan führt der Scanner je gemessener Seite eine eigene Zeitleiste. Die Seitenauswahl nennt zu jeder Seite die Zahl der Aufrufe und der Verstöße, sodass die auffälligste Unterseite direkt ansteuerbar ist. Der schnelle Scan hat genau eine Zeitleiste. Zusätzlich sind die letzten 20 Scans je Website auswählbar, jeder mit Datum, Betriebsart und Versionsnummer.
Zwei Scans gegenüberstellen
Ab zwei vorhandenen Scans vergleicht die Ansicht zwei Versionen. Erkannte Werkzeuge werden über ihren Namen verglichen, übrige Aufrufe über Host und Pfad. Die Abfrageparameter bleiben dabei außen vor, damit wechselnde Werte keine Scheinänderung erzeugen. Jede Zeile bekommt einen von sechs Zuständen: verschlechtert, neuer Verstoß, weggefallen, verbessert, neu erkannt, unverändert. „Verbessert" heißt, dass ein Dienst in der Basisversion vor der Einwilligung lud und in der Vergleichsversion danach.
Export
Aus jeder Zeitleiste entsteht ein PDF-Bericht: Kopf mit Mandant, Website, Datum, Betriebsart und erkanntem Einwilligungsdienst, eine Zusammenfassung, danach je Dienst vor der Einwilligung ein eigener Block mit Empfänger, Serverstandort, Übermittlungsgrundlage, empfohlener Maßnahme und bis zu drei betroffenen Aufrufen. Es folgen die vollständige Tabelle aller Aufrufe, ein Glossar und der Hinweis, dass ein automatisch erstellter Bericht keine Rechtsberatung ersetzt.
Was diese Prüfung nicht leistet
Die Zeitleiste zeigt Aufrufe, nicht deren Inhalt. Der Scanner liest keine Antworten und keine Anfragekörper. Was ein Werkzeug übermittelt, steht nicht in der Zeile. Sichtbar ist, dass ein Aufruf an einen bestimmten Empfänger erfolgte, wann und in welcher Phase.
Nicht jeder Netzwerkvorgang steht darin. Ausgenommen sind der Seitenaufruf selbst, vorausschauendes Laden, CORS-Vorabanfragen, WebSockets, Server-Ereignisströme und Aufrufe ohne eindeutige Einordnung. Auch Übertragungen per sendBeacon fehlen in der Tabelle. Sie fließen nur in die Erkennung über die eigene Domain geleiteter Werkzeuge ein.
Sie hängt an einem Scan und an einer Seite. Jede Messung erzeugt eine eigene Zeitleiste. Ältere bleiben erhalten, aber nur die letzten 20 Scans je Website sind auswählbar. Die Zeitangaben sind Messwerte eines Laufs unter dessen Last und zwischen zwei Scans nicht vergleichbar.
Empfänger und Serverstandort stammen nicht aus der Messung. Sie kommen aus hinterlegten Angaben zum jeweiligen Werkzeug. Wohin dieser eine Aufruf technisch lief, weist die Zeile nicht aus.
Die Adresse wird ungekürzt gespeichert. Anders als beim Beweis zum Befund bleiben Abfrageparameter erhalten. Tabelle und PDF kürzen nur die Anzeige. Wer den Bericht weitergibt, gibt diese Adressen mit.