DokumentationAkquise

Akquise-Berichte für Neukunden

Einen Prüfbericht für ein Unternehmen erzeugen, das noch kein Mandant ist.

Der Weg zu einem neuen Mandat führt oft über einen konkreten Befund. Complianty erlaubt deshalb, ein Unternehmen zu prüfen, das noch kein Mandant ist. Ein Interessent bekommt einen eigenen Datensatz, einen eigenen Prüflauf und am Ende einen Bericht, den Sie freigeben und weitergeben können. Wie sich ein solcher Bericht im Erstgespräch einsetzen lässt, ohne dass er als Drohung ankommt, behandelt Website-Audits als Akquise-Werkzeug.

Ein Interessent ist kein Mandant

Ein Interessent belegt keinen Mandanten- und keinen Website-Platz Ihres Tarifs, und sein Ergebnis wird anders abgelegt als ein Mandantenscan. Complianty legt dazu weder ein Scanergebnis noch Verarbeitungsverzeichnis, Datenschutzerklärung, Vertragseintrag oder Aufgaben an. Stattdessen friert der Prüflauf einen Stand auf dem Interessenten ein: Status, Score, Zahl der Befunde, die Befunde selbst und ein Vorschaubild der Seite. Der nächste Prüflauf überschreibt diesen Stand vollständig.

Daneben stehen Vertriebsfelder: Firma, Ansprechpartner, E-Mail, Lead-Quelle, zuständiges Teammitglied, Wiedervorlage, Angebotssumme, nächster Schritt und ein Grund für Gewonnen oder Verloren. Dazu kommt eine von sieben Phasen, von „Neu“ über „Kontaktiert“ und „Angebot gesendet“ bis „Gewonnen“, „Verloren“ oder „Archiviert“, und beliebig viele Notizen. Ein Prüflauf verschiebt die Phase nie. Ein erneuter Scan darf einen Lead nicht aus „Angebot gesendet“ zurückwerfen.

Was der Schnellaudit prüft

Ein Lauf enthält drei Prüfungen: den Scan vor und nach der Einwilligung, den Impressum-Check und das Cookie-Banner-Audit. Daraus entstehen dieselben Befundarten wie bei einem Mandanten, mit derselben Priorität und derselben Einschätzung von Risiko und Aufwand.

Fünf Befundarten bleiben draußen, weil sie in einer Erstanalyse nichts aussagen: das neu erkannte Werkzeug (es gibt keinen Vorbefund, mit dem sich vergleichen ließe), der fehlende und der bald ablaufende Vertrag, die Abweichung zwischen Datenschutzerklärung und Verarbeitungsverzeichnis sowie die fällige Schulung. Auch der schwächere Hinweis aus der Erkennung getarnter Einbindungen auf ein möglicherweise selbst gehostetes Tracking-Werkzeug entfällt. Für einen Bericht an jemanden, der nicht danach gefragt hat, ist er zu spekulativ.

Findet der Impressum-Check Firmenname, vertretungsberechtigte Person und E-Mail-Adresse, füllt Complianty damit die leeren Kontaktfelder vor. Bereits ausgefüllte Felder bleiben unberührt, auch nach einem erneuten Lauf.

Erst bewerten, dann freigeben

Vor dem Versand urteilen Sie über jeden Befund: bestätigt, manuell zu prüfen oder ignoriert. Zusätzlich können Sie einen einzelnen Befund vom Bericht ausnehmen. Voreingestellt ist alles sichtbar. Ignorierte und ausgenommene Befunde verschwinden dann vollständig, nicht nur aus der Liste, sondern auch aus Zählungen, Status und Score. Ein Bericht, der „sechs kritische Punkte“ behauptet und keinen zeigt, wäre wertlos.

Das Urteil hängt an einem stabilen Kennzeichen des Sachverhalts und überlebt den nächsten Prüflauf, obwohl der die Befundliste komplett neu schreibt.

Danach geben Sie den Bericht ausdrücklich frei. Ohne Freigabe entsteht weder ein Link noch ein PDF. Ein erneuter Prüflauf setzt die Freigabe zurück, damit kein Bericht mit überholtem Stand hinausgeht.

Der Teaser-Link führt auf eine Seite, die ohne Anmeldung lesbar ist. Die Adresse enthält 32 Byte Zufall. Es gibt genau einen aktiven Link je Interessent, ein neuer ersetzt den bisherigen. Gezeigt wird dieselbe Ansicht wie im Bericht eines Mandanten: Status, Score, die freigegebenen Befunde mit Risiko und Aufwand und das Vorschaubild. Die Beweisblöcke sind auf die öffentliche Fassung gekürzt, also Text statt Bildschirmaufnahmen, Adressen ohne Parameter und höchstens drei Aufrufe je Befund. Aufrufe des Links werden gezählt wie beim Mandantenbericht.

Zwei Dinge schließen den Link sofort: der Widerruf der Freigabe und ein nicht mehr aktives Abonnement Ihrer Agentur. In beiden Fällen antwortet die Adresse, als hätte es sie nie gegeben.

Alternativ erzeugen Sie einen PDF-Export mit dem Titel „DSGVO-Schnellaudit“. Im Kopf stehen Website, Prüfdatum, Score und Status, danach folgen die freigegebenen Befunde nach Priorität sortiert, am Ende der Hinweis auf eine erste Einschätzung ohne Rechtsberatung. Auch dieses Dokument setzt die Freigabe voraus. Ihr eigenes Erscheinungsbild greift in Link und PDF, sofern der Tarif es enthält.

Aus dem Interessenten wird ein Mandant

Ein Klick erzeugt daraus einen Mandanten mit einer Website. Name, Ansprechpartner und E-Mail wandern mit. Erst jetzt zählen die Tarifgrenzen: Sind Mandanten- oder Website-Plätze erschöpft, bricht die Übernahme ab und der Interessent bleibt unverändert. Gelingt sie, startet unmittelbar ein regulärer Scan der neuen Website.

Der Prüfstand des Schnellaudits wandert nicht mit. Befunde, Score und Beweise bleiben beim Interessenten, die Aufgaben des neuen Mandanten entstehen frisch aus dem neuen Scan. Der Interessent selbst bleibt erhalten, gilt als gewonnen und ist mit dem Mandanten verknüpft. Übernehmen können Sie ihn nur einmal.

Tarif und Monatsbudget

Der Akquise-Bereich ist ein Tarifmerkmal. Enthält Ihr Tarif ihn nicht, erscheint er nicht in der Navigation. Dazu kommt ein Budget an Prüfläufen je Kalendermonat, das pro Tarif eingestellt wird. Ist es aufgebraucht, lehnt Complianty weitere Läufe ab, bis der Monat wechselt. Ein Budget von null bedeutet kein Limit. Leads aus einer CSV-Datei zu importieren kostet nichts davon, weil dabei nicht geprüft wird. Der Import überspringt Adressen, die bereits vorhanden oder innerhalb derselben Datei doppelt sind.

Was diese Prüfung nicht leistet

Ein ungefragt erstellter Prüfbericht ist kein Freibrief für Kaltakquise. Complianty misst eine öffentlich erreichbare Website und erzeugt daraus ein Dokument. Ob, auf welchem Weg und mit welcher Ansprache Sie das Unternehmen kontaktieren dürfen, richtet sich nach Wettbewerbs- und Datenschutzrecht. Diese Entscheidung und ihre Folgen verantworten Sie.

Der Schnellaudit ist schmaler als eine Mandantenprüfung. SSL, Formulare und Barrierefreiheit laufen nicht mit, und die Dokumenten- und Vertragslage kennt er ohnehin nicht. Ein guter Wert im Schnellaudit trägt deshalb weniger als derselbe Wert bei einem Mandanten.

Kein Verlauf. Jeder Prüflauf überschreibt den vorherigen Stand. Es gibt keine Historie, keine Verlaufskurve und keinen Vergleich zweier Läufe. Nur Ihre Urteile zu den einzelnen Befunden überdauern.

Der Link ist das Geheimnis. Wer ihn hat, sieht den Bericht, ohne Anmeldung und ohne Bindung an einen Empfänger. Wird er weitergeleitet, wandert der Zugang mit. Enger wird der Kreis nur durch Widerruf und einen neuen Link.

Die Messung kennt den Einzelfall nicht. Sie sieht, was ein Browser sieht. Verträge, dokumentierte Einwilligungen und Interessenabwägungen bleiben unsichtbar. Ein Befund im Schnellaudit ist ein belegter Messwert und ein Gesprächsanlass, keine festgestellte Rechtsverletzung.

Löschen ist endgültig. Mit dem Interessenten verschwinden Befunde, Notizen und der zugehörige Link. Ein Papierkorb existiert nicht.