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DSGVO-Wissen für Agenturen

Praxisnahes Know-how zu Datenschutz, Compliance und digitalem Recht – speziell für Web- und Marketingagenturen im DACH-Raum.

Strenge Aufsicht, unveränderte Praxis: warum Rekordbußgelder die Fläche nicht erreichen

Strenge Aufsicht, unveränderte Praxis: warum Rekordbußgelder die Fläche nicht erreichen

Frankreich hat 2021 Cookie-Bußgelder von 150 Mio. € gegen Google und 60 Mio. € gegen Facebook verhängt, die Niederlande gelten als streng. Gemessen an der Fläche liegen beide Länder beim Tracking vor der Einwilligung doppelt so hoch wie Deutschland (43,1 % und 44,3 % gegen 21,0 %). Was in Deutschland gewirkt hat, waren nicht Bußgelder, sondern Abmahnungen und ein Urteil, das jeder Dienstleister kannte.

Was unser Scanner nicht messen kann: 91,5 % ohne Urteil, und warum wir die Zahl trotzdem zeigen

Was unser Scanner nicht messen kann: 91,5 % ohne Urteil, und warum wir die Zahl trotzdem zeigen

Wir prüfen, ob der Ablehnen-Knopf so prominent ist wie der Zustimmen-Knopf. In Deutschland liefert diese Prüfung bei 45,8 % der Banner kein Urteil, in Frankreich bei 91,5 %. Damit ist ausgerechnet das Merkmal unbrauchbar, das die französische Aufsicht durchgesetzt hat. Dieser Artikel erklärt, warum, und welche Zahlen aus unserer Länderstudie man deshalb nicht verwenden darf.

Vier Länder, ein Scanner: 44,3 % der niederländischen und 43,1 % der französischen Websites tracken vor der Einwilligung, in Deutschland 21,0 %

Vier Länder, ein Scanner: 44,3 % der niederländischen und 43,1 % der französischen Websites tracken vor der Einwilligung, in Deutschland 21,0 %

Wir haben vier Länderbestände mit derselben Methode geprüft: 2.017.353 Websites in Deutschland, 349.849 in Österreich, 1.185.746 in den Niederlanden und 1.063.612 in Frankreich. Vor jeder Einwilligung laden in Deutschland 21,0 % der Seiten Analyse- oder Werbedienste, in Österreich 25,7 %, in Frankreich 43,1 % und in den Niederlanden 44,3 %. Der Abstand zwischen dem besten und dem schlechtesten Land ist größer als jeder Brancheneffekt, den wir bisher gemessen haben.

Wie wir 3,8 Millionen Websites geprüft haben – und warum 155.000 davon auf 180 Server zeigen

Wie wir 3,8 Millionen Websites geprüft haben – und warum 155.000 davon auf 180 Server zeigen

Hinter jeder unserer Zahlen steht dieselbe Frage: Was ist eigentlich eine Website? Im August 2026 haben wir 5,25 Millionen Domains angefasst, 3,82 Millionen erfolgreich gescannt und dann versucht, den Müll herauszurechnen: geparkte Domains, Weiterleitungen, Alias-Adressen, Domainhändler. Dieser Artikel erklärt, wie das geht, was wir dabei gelernt haben, und warum sich die Kernzahlen trotz dreifacher Korpusgröße um weniger als einen Prozentpunkt bewegt haben.

Gemeinde-Websites: kaum Werbe-Tracking, aber jede dritte mit TLS-Mängeln und 84 % mangelhafte Cookie-Banner

Gemeinde-Websites: kaum Werbe-Tracking, aber jede dritte mit TLS-Mängeln und 84 % mangelhafte Cookie-Banner

2.346 Websites deutscher Gemeinden mit demselben Scanner geprüft wie der gewerbliche Bestand. Das Ergebnis ist zweischneidig: Werbe-Tracking vor der Einwilligung ist mit rund einem Prozent praktisch nicht vorhanden, Google-Schriften und fehlende Impressen sind seltener als überall sonst. Dafür laden 37,5 % vor dem Klick Drittanbieter – vor allem Matomo und Barrierefreiheits-Overlays –, 30,5 % haben TLS-Mängel, und 84 % der Cookie-Banner bestehen das Audit nicht.

Welche Branchen vor der Einwilligung Daten an Dritte senden: Recruiting und Fitness vorn, Architekten hinten

Welche Branchen vor der Einwilligung Daten an Dritte senden: Recruiting und Fitness vorn, Architekten hinten

188.240 Websites aus 30 Branchen, alle mit derselben Frage geprüft: Baut die Seite schon vor dem ersten Klick auf das Cookie-Banner Verbindungen zu Drittanbietern auf, die Besucherdaten empfangen? Die Spanne reicht von 52 % bei Personalvermittlern bis 24 % bei Architekten. Dazwischen: Fitnessstudios mit dem Meta-Pixel, Zahnärzte mit dem Buchungs-Widget, Restaurants mit Google Maps – und Webagenturen, deren eigene Websites zu 41 % betroffen sind.

Fast jede zweite .de-Website hat TLS-Mängel – und es sind fast nie die Zertifikate

Fast jede zweite .de-Website hat TLS-Mängel – und es sind fast nie die Zertifikate

Wir haben die Verschlüsselung von 2 Millionen deutschen Websites geprüft: 43,9 % haben mindestens einen Mangel, 34,5 % einen kritischen. Aber abgelaufene Zertifikate sind mit 1,3 % die Ausnahme. Die Masse der kritischen Befunde ist Konfiguration: Die www-Variante und die Variante ohne www führen auf verschiedene Adressen (29 %), oder HTTP leitet nicht auf HTTPS um (17 %). Wer die Zahl „fast jede zweite" zitiert, muss das dazusagen – sonst hat er sie nicht verstanden.

Jedes vierte Kontaktformular hat Datenschutzmängel – und bei 6 von 10 Newsletter-Formularen fehlt die Einwilligung

Jedes vierte Kontaktformular hat Datenschutzmängel – und bei 6 von 10 Newsletter-Formularen fehlt die Einwilligung

Wir haben die Formulare von 88.189 deutschen Websites vor jeder Einwilligung ausgelesen: 41,6 % haben mindestens eines, und von diesen Websites haben 29,9 % Handlungsbedarf. Die harten Fehler konzentrieren sich auf zwei Stellen: Newsletter-Anmeldungen ohne Einwilligungsfeld (59 %) und Google reCAPTCHA, das vor jeder Interaktion Daten in die USA schickt (5,6 % der Websites mit Formular). Fast verschwunden sind dagegen die Klassiker von 2018: vorangehakte Kästchen und unverschlüsselter Versand.

Nur 3,5 % der deutschen Websites holen die Cookie-Einwilligung sauber ein: 53 % haben kein Banner, 9 von 10 Bannern sind mangelhaft

Nur 3,5 % der deutschen Websites holen die Cookie-Einwilligung sauber ein: 53 % haben kein Banner, 9 von 10 Bannern sind mangelhaft

Zwei Millionen deutsche Websites, zwei Fragen: Gibt es einen Consent-Manager? Und wenn ja, hält er, was das Recht verlangt? Die Antworten: 52,5 % haben keinen. Von denen, die einen haben, bestehen 7,4 % das Audit. Rechnerisch bleiben 3,5 % der Websites, auf denen die Einwilligung so eingeholt wird, wie sie gedacht ist. Die fünf häufigsten Fehler sind keine Technik, sondern Gestaltung: kein Widerruf, kein Ablehnen, zu lange Laufzeiten.

Jede vierte Website lädt ihre Schriften vor der Einwilligung von Google – viereinhalb Jahre nach dem Münchner Urteil

Jede vierte Website lädt ihre Schriften vor der Einwilligung von Google – viereinhalb Jahre nach dem Münchner Urteil

Wir haben 3,82 Millionen deutsche Websites in einem echten Browser geladen und mitgeschnitten, was vor dem ersten Klick auf das Cookie-Banner passiert. 987.014 davon, 25,8 %, holen ihre Schriftarten in diesem Moment direkt von Google oder Adobe – und übertragen dabei die IP-Adresse jedes Besuchers. Ein Cookie-Banner ändert daran nichts, weil Schriften vor jedem Skript laden. Welche Systeme besonders betroffen sind, warum das Urteil des LG München von 2022 nichts bewirkt hat, und wie man es in einer Stunde behebt.

Ein Jahr BFSG: Jeder zweite Online-Shop hat einen kritischen Barrierefreiheits-Verstoß – und 9 von 10 verlinken keine Erklärung dazu

Ein Jahr BFSG: Jeder zweite Online-Shop hat einen kritischen Barrierefreiheits-Verstoß – und 9 von 10 verlinken keine Erklärung dazu

Wir haben 19.108 deutsche Websites mit axe-core in einem echten Browser geprüft, darunter 1.722 mit Shop- oder Buchungsfunktion – also die Seiten, für die das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz seit dem 28. Juni 2025 in der Regel gilt. Ergebnis: 52 % dieser Shops haben mindestens einen kritischen Verstoß, der Nutzern Inhalt oder Funktion versperrt, und 91 % verlinken keine Erklärung zur Barrierefreiheit. Der Rest des Webs ist nicht besser, nur nicht verpflichtet. Die häufigsten Fehler, warum Shops schlechter abschneiden, und was Agenturen jetzt tun.

1.058 deutsche Websites laden Schadcode — 89 % von ihnen waren vorher schon auffällig

1.058 deutsche Websites laden Schadcode — 89 % von ihnen waren vorher schon auffällig

Wir haben unsere Liste nicht zuordenbarer Dritt-Server gegen die Malware-Datenbanken von abuse.ch gehalten. 171 Domains waren dort verzeichnet, auf 1.058 überwiegend deutschen Websites. Der eigentliche Fund kam danach: Diese Seiten hatten mehr als doppelt so oft kritische Datenschutzmängel wie der Rest unseres Korpus. Vernachlässigung kommt selten allein — und warum das für Agenturen ein brauchbares Werkzeug ist.

Auf 220.000 Websites ist das Tracking-Cookie gesetzt, bevor du zustimmst

Auf 220.000 Websites ist das Tracking-Cookie gesetzt, bevor du zustimmst

Nicht „ein Tracker hat gefunkt", sondern nachweislich gemessen: Auf 9,5 % der 2,32 Mio. ausgewerteten Websites hat ein Tracking-Dienst schon vor der Einwilligung ein Cookie oder einen localStorage-Eintrag auf dem Gerät gesetzt — der wortgetreue Tatbestand von § 25 TDDDG. Google Analytics ist mit Abstand der größte Einzeltäter (6,7 %). Warum das die belastbarste Zahl unserer Auswertung ist, warum sie niedriger liegt als die 22,9 % US-Transfer, und warum Matomo hier mitzählt.

Fast jede vierte Website sendet vor der Einwilligung Daten in die USA

Fast jede vierte Website sendet vor der Einwilligung Daten in die USA

Wir haben ausgewertet, wohin deutsche Websites Daten schicken, bevor der Nutzer dem Cookie-Banner zustimmt — über 2,32 Millionen Seiten, ganz ohne neuen Scan. Das Ergebnis: 22,9 % binden schon vor der Einwilligung einen Tracking-Dienst eines US-Anbieters ein, praktisch das gesamte Drittland-Volumen entfällt auf die USA. Warum das zwei Rechtsprobleme auf einmal stapelt (§ 25 TDDDG + Schrems II), welche Dienste dahinterstecken (Google dominiert), warum die Zahl ein konservativer Boden ist — und warum wir Matomo bewusst nicht mitzählen.

Squarespace 91 %, Strato 3 %: Welche Website-Baukästen vor der Einwilligung tracken

Squarespace 91 %, Strato 3 %: Welche Website-Baukästen vor der Einwilligung tracken

Der Baukasten, auf dem eine Website steht, entscheidet mit, ob sie schon vor dem Cookie-Consent trackt. Für einen Teil der 1,2 Mio. Websites unserer DSGVO-Studie lässt sich die Plattform am Netzwerk-Fingerabdruck ablesen — und da zeigt sich ein Muster: Squarespace (91 %), Weebly (89 %) und Duda (69 %) tracken am häufigsten vor der Einwilligung, Strato (3 %), Jimdo (8 %) und Wix (13 %) am seltensten. Warum das an den Voreinstellungen der Plattform liegt, wo WordPress und Webflow stehen — und warum die Plattform nur bei rund jeder fünften Seite überhaupt erkennbar ist.

Fast die Hälfte der Hotel-Websites trackt vor der Einwilligung — DSGVO-Analyse von über 19.000 Hotel-Seiten

Fast die Hälfte der Hotel-Websites trackt vor der Einwilligung — DSGVO-Analyse von über 19.000 Hotel-Seiten

Verstößt Ihre Hotel-Website gegen die DSGVO? Unsere Analyse von 23.614 Websites deutscher Hotels, Pensionen und Gasthöfe zeigt: 47,4 % der Seiten mit echter Web-Präsenz übertragen Daten an Dritte, bevor der Gast einwilligt — und 37,6 % tun das trotz vorhandenem Cookie-Banner. Dazu Daten zu Tracking-Kategorien, Google-Dominanz, der Leak-Quote je Cookie-Banner und der überraschenden Schwäche der teuren Premium-Banner. So machen Sie Ihre Hotel-Website rechtssicher und vermeiden Abmahnungen.

Mehr als die Hälfte der Restaurant-Websites trackt vor der Einwilligung — DSGVO-Analyse von 61.000 Gastro-Seiten

Mehr als die Hälfte der Restaurant-Websites trackt vor der Einwilligung — DSGVO-Analyse von 61.000 Gastro-Seiten

Verstößt Ihre Restaurant-Website gegen die DSGVO? Unsere Analyse von über 61.000 Gastronomie-Seiten zeigt: 54,8 % der Seiten mit echter Web-Präsenz übertragen Daten an Dritte, bevor der Gast einwilligt — und 42,6 % tun das trotz vorhandenem Cookie-Banner. Dazu Daten zu Tracking-Kategorien, Google-Dominanz, der Leak-Quote je Cookie-Banner, Impressum-Mängeln und Banner-Audits. So machen Sie Ihre Gastro-Website rechtssicher und vermeiden Abmahnungen.

Cookie-Banner bleiben: Was das EU-Lobbying für Webagenturen bedeutet

Cookie-Banner bleiben: Was das EU-Lobbying für Webagenturen bedeutet

Die EU wollte Cookie-Banner abschaffen — ein zentrales Browser-Signal sollte sie ersetzen. Ein geleaktes Ratsdokument zeigt: Nach intensivem Lobbying von Google und Widerstand mehrerer Mitgliedstaaten, darunter Deutschland, soll der entscheidende Artikel 88b gestrichen werden. Was das gescheiterte EU-Lobbying für Webagenturen bedeutet — und warum die technische Verantwortung für sauberes Consent-Management jetzt erst recht bei der Agentur liegt.

Warum Complianty bewusst kein Cookie-Banner verkauft: Wer prüft, darf nicht am Befund verdienen

Warum Complianty bewusst kein Cookie-Banner verkauft: Wer prüft, darf nicht am Befund verdienen

Die naheliegendste Produktfrage überhaupt: Ihr findet Consent-Verstöße — warum verkauft ihr nicht das Banner dazu, das sie behebt? Die Antwort handelt von Interessenkonflikten, von 40,5 % Verstößen trotz Consent-Banner (gemessen auf über 100.000 .de-Domains), von Agentur-Stacks mit zehn verschiedenen CMPs — und davon, warum ein Prüfbericht nur so viel wert ist wie die Unabhängigkeit dessen, der ihn schreibt.

Der blinde Fleck der Cookie-Scanner: Wie man proxied & self-hosted Tracking erkennt — und ehrlich misst

Der blinde Fleck der Cookie-Scanner: Wie man proxied & self-hosted Tracking erkennt — und ehrlich misst

Host-basierte Scanner erkennen Tracking an der Domain — und übersehen Tools, die über die eigene Domain laufen: Server-side GTM, geproxietes PostHog, self-hosted Matomo. Ein technischer Deep Dive: Erkennung über DOM-Signale statt Host-Liste, die Trennung von § 25 TDDDG und Art. 6 DSGVO, Config-Auslese — und wie wir die Treffsicherheit gemessen haben, ohne uns selbst zu täuschen (inklusive des Mess-Fehlers, der uns fast eine falsche Zahl gekostet hätte).