DokumentationErste Schritte

Der öffentliche Free-Scan

Eine Website ohne Anmeldung prüfen: was der Kurzbericht zeigt und was er weglässt.

Der Free-Scan prüft eine beliebige Website ohne Konto und ohne Anmeldung. Er nutzt dieselbe Messtechnik wie der Scan im Produkt, beschränkt sich aber auf einen Durchgang der Startseite. Diese Seite beschreibt, was der Kurzbericht zeigt, was erst der Bericht per E-Mail enthält und wo die Prüfung aufhört.

Der Befund steht vor der E-Mail-Abfrage

Sobald der Scan fertig ist, erscheint das Ergebnis vollständig lesbar. Es ist nicht unscharf gestellt und nicht an eine Adresse gebunden. Das Eingabefeld für die E-Mail sitzt unterhalb des Ergebnisses und ist ein Angebot, keine Schranke. Wer nichts einträgt, behält den Befund trotzdem.

Dahinter steht eine Produktentscheidung. Ein Befund, den niemand nachprüfen kann, bevor er etwas herausgibt, ist als Aussage wenig wert. Wer die Messung zuerst sieht, kann sie mit den Entwicklerwerkzeugen seines Browsers gegenprüfen und danach entscheiden, ob er den ausführlichen Bericht will.

Was gemessen wird

Drei Prüfungen laufen gleichzeitig, jede in ihrem eigenen Kontext:

  • Tracking-Scan der Startseite in einem frischen Browser ohne Cookies und ohne gespeicherte Einwilligung, mit der Phasentrennung vor und nach der Zustimmung (siehe Scanner-Methodik)
  • Impressum-Prüfung mit der vollständigen Suche und Feldauswertung, begrenzt durch eine eigene Zeitschranke
  • SSL-Prüfung in verkürzter Fassung: ohne Abfrage des Sperrstatus und ohne den gezielten Test auf veraltete Verfahren, damit sie in das Zeitfenster passt

Zusätzlich startet ein Cookie-Banner-Audit in einer eigenen Warteschlange. Es dauert länger als der Scan, deshalb erscheint sein Ergebnis nicht in der Ergebnisbox, sondern nur im Bericht per E-Mail.

Was die Ergebnisbox zeigt

Für jeden gemessenen Bereich eine Zeile: Tracking mit der Zahl der Dienste, die vor der Einwilligung Daten übertragen haben, Cookie-Banner mit dem erkannten Einwilligungsdienst oder dem Hinweis, dass keiner gefunden wurde, externe Inhalte für Schriften und Auslieferungsnetze vor der Einwilligung, dazu Impressum und Verschlüsselung. Ein Netzdiagramm daneben zeigt acht Achsen: die gemessenen Bereiche mit ihrem Wert, das Banner-Audit als Mail-Leistung, Dokumentation, Barrierefreiheit und Schulungen als Bereiche der Vollversion.

Ein fehlender Einwilligungsdialog gilt als gemessenes Ergebnis und wird als Befund angezeigt, nicht als Mail-Teaser. Ohne Dialog kann es für die geladenen Dienste keine Einwilligung geben. Nicht in der Box stehen die Namen der einzelnen Werkzeuge, die Anfragenliste und die Einzelergebnisse zu Impressum, Verschlüsselung und Banner. Diese Angaben gehören zum Bericht.

Was nach der E-Mail-Adresse passiert

Wer eine Adresse einträgt, bekommt den Bericht sofort: die erkannten Werkzeuge mit Einordnung und ein PDF mit der vollständigen Anfragenliste des Scans. Ist das Banner-Audit zu diesem Zeitpunkt fertig, steht sein Ergebnis im selben Bericht, andernfalls folgt es als kurze zweite Nachricht. Diese Zustellung hängt nicht am Häkchen darunter.

Das Häkchen betrifft nur weitere Hinweise per E-Mail. Es löst zuerst eine Bestätigungsmail aus, deren Link sieben Tage gültig ist. Erst nach dem Bestätigen startet eine Folge von vier Nachrichten über rund zwei Wochen. Welche Folge das ist, hängt am Befund: eine Fassung für Adressen mit Befunden, eine andere für einen sauberen Scan. Jede dieser Nachrichten trägt einen Abmeldeweg, zusätzlich als Kopfzeile für die Ein-Klick-Abmeldung im Mailprogramm.

Grenzen des Betriebs

Pro IP-Adresse sind drei Scans in der Stunde möglich. Ein fertiges Ergebnis bleibt zehn Minuten abrufbar und wird danach verworfen. Sind gerade viele Scans unterwegs, wird der Auftrag eingereiht und startet, sobald ein Platz frei wird. Erst bei sehr langer Warteschlange lehnt der Dienst neue Anfragen ab.

Was diese Prüfung nicht leistet

Nur die Startseite. Unterseiten, Formulare, Shop- und Buchungsstrecken werden nicht aufgerufen. Tracking sitzt häufig genau dort. Der vollständige Durchlauf über die Unterseiten gehört zum tiefen Scan im Produkt.

Kein Verlauf, keine Dokumente. Es gibt kein Konto, keinen Vergleich zweier Zeitpunkte, keine Aufgabenliste und keine erzeugten Nachweise. Verarbeitungsverzeichnis, Datenschutzerklärung und Auftragsverarbeitungsverträge sind nicht Teil des Free-Scans, obwohl die DSGVO sie unabhängig vom Tracking verlangt. Sie entstehen erst nach dem Anlegen eines Mandanten im Produkt.

Verkürzte Verschlüsselungsprüfung. Sperrstatus und Test auf veraltete Protokolle entfallen. Die vollständige Prüfung mit allen Zugangswegen beschreibt SSL- und TLS-Prüfung.

Momentaufnahme aus einem Netz. Gemessen wird ein Aufruf zu einem Zeitpunkt von einem Standort aus. Regional oder zeitlich abweichend ausgelieferte Banner, Einwilligungsdienste und Werbeskripte erscheinen dabei nicht.

Was gespeichert wird. Die geprüfte Adresse, der Zeitpunkt, der erkannte Einwilligungsdienst, die Zahlen und die wichtigsten erkannten Werkzeuge werden protokolliert. Wird eine E-Mail-Adresse eingetragen, wird sie diesem Eintrag hinzugefügt. Das Scan-Ergebnis selbst verfällt nach zehn Minuten.

Kein rechtliches Urteil. Der Scan stellt fest, welche Dienste wann geladen wurden. Ob eine Verarbeitung im Einzelfall zulässig ist, hängt an Zweck, Verträgen und Rechtsgrundlage und damit an Umständen, die von außen nicht sichtbar sind.