StartTracking-ToolsHotjar: Contentsquare-Tag und Ladequote

Aufzeichnung

Hotjar und DSGVO:Neue Konten bekommen den Contentsquare-Tag, und der meldet sich vor der Einwilligung

Hotjar gehört zu Contentsquare, und neue Konten bekommen nach unserer Beobachtung vom 30. Oktober 2026 einen Contentsquare-Tag statt des klassischen Hotjar-Tags. Diese Seite trennt beides: Gemessen haben wir den Contentsquare-Tag mit echter Test-ID. Vom klassischen Hotjar-Tag kennen wir nur den Skriptabruf mit Dummy-ID und das Muster im Korpus.

Stand: 30. Oktober 2026 · Beruht auf Messungen des Complianty-Scanners und öffentlichen Primärquellen

0,24 %

aller geprüften Websites laden den klassischen Hotjar-Tag (nach unserer Erkennung) schon vor der Einwilligung: 5.199 Seiten. Davon haben 4.123 ein erkanntes Cookie-Banner, 1.076 nicht. Gesehen wurde Hotjar insgesamt auf 0,55 % der Seiten (12.066).

Basis: 2.188.885 Websites mit erfolgreichem Scan ab 1. Oktober 2026 (Stand B, ein Scanner-Stand, zu 91 % .de-Seiten). Strenge Zählung: Hotjar steht in der Liste der Anfragen vor der Einwilligung. Gemessen wird der erste Aufruf der Startseite, ohne Hygienebereinigung. Ein Treffer ist ein Ladebefund, kein Rechtsurteil. Unser Katalog führt t.contentsquare.net als eigenes Tool Contentsquare, nicht als Hotjar; Seiten nur mit dem neuen Tag sind in dieser Quote deshalb nach unserer Ableitung aus dem Katalog nicht enthalten (am Korpus nicht gesondert geprüft). Zur Messmethode
Kurzantwort

Gemessen ist der Contentsquare-Tag, nicht der klassische Hotjar-Tag. Der Contentsquare-Tag schickte vor jeder Entscheidung einen Seitenaufruf-Beacon und setzte drei Cookies. Ein Opt-out vor dem Laden verhinderte beides, ein Nachladen nach dem Klick blieb vorher still. Die Korpusquote von 0,24 % bezieht sich auf unsere Erkennung des klassischen Hotjar-Tags. Nach unserer Einordnung ist eine Einwilligung der übliche Weg, dazu ein Auftragsverarbeitungsvertrag.

  • 01Gemessen (Contentsquare-Tag, echte Test-ID, 3 Läufe): Tag-Skript, Folgeskript und ein POST /pageview vor der Entscheidung; Cookies _cs_id und _cs_c (je 395 Tage) und _cs_s (Session) sofort.
  • 02Gemessen: window._uxa.push(["optout"]) vor dem Laden verhindert /pageview und _cs_id, setzt _cs_optout (395 Tage); beide Skripte werden weiter abgerufen. Nachladen nach dem Klick: vorher 0 Anfragen.
  • 03Klassischer Hotjar-Tag: nur Skriptabruf mit Dummy-ID gesehen. Korpus (Stand B): Hotjar lädt auf 0,24 % der Seiten vor der Einwilligung, 5.199 von 2.188.885.
  • 04Herstellerangabe: Die DPA-Vorlage leitet auf Contentsquare weiter und behält sich in Ziff. 2.1 eine Verarbeitung als eigener Verantwortlicher vor.

Hotjar heißt für neue Konten Contentsquare

Beobachtet am 30. Oktober 2026: Die Anmeldeseite von Hotjar (insights.hotjar.com/login) sagt, Hotjar gehöre nun zu Contentsquare, und verweist für die Registrierung auf "Contentsquare Free" (bis 200.000 Sitzungen pro Monat). Ein dort neu angelegtes Konto erhielt als Einbindung <script defer src="https://t.contentsquare.net/uxa/<ID>.js">, also den Contentsquare-Tag, und nicht den klassischen Hotjar-Tag (static.hotjar.com/c/hotjar-<hjid>.js). Das Contentsquare-Skript enthält eine Weiche für die Auslieferung von static.hotjar.com und static-integration.hotjar.com; die Tag-Technik ist also verwandt. Das ist eine Beobachtung an einem Konto, keine Aussage über alle Konten oder über Altkonten.

Für Agenturen heißt das: Auf Kundenseiten kann derselbe Dienst in zwei Gestalten stecken. Alte Einbindungen laden von static.hotjar.com, neue von t.contentsquare.net. Wer nur nach "hotjar" im Quelltext oder im Tag-Manager sucht, übersieht den neuen Tag. Zur Erkennung im Scanner: Unser Fingerprint-Katalog führt hotjar.com und hotjar.io als Hotjar und contentsquare.net als Contentsquare. Der Host t.contentsquare.net wird also als Contentsquare erkannt, nicht als Hotjar. Eine Quote "Hotjar vor der Einwilligung" zählt den neuen Tag deshalb nicht mit.

Was der Prüfstand gesehen hat

Zwei verschiedene Messungen, nicht vermischen. Der Prüfstand lief in einem frischen Chromium 153, ohne Banner, drei Läufe je Konfiguration, de-DE. Als Befund gilt, was in allen drei Läufen gleich auftrat. Die Kontoeinstellungen des Testprojekts (Replay, Sampling) kennen wir nicht.

Contentsquare-Tag, nicht der klassische Hotjar-Tag (echte Test-ID, 12 Sekunden, mit Mausbewegung, Scrollen und Klick)

KonfigurationAnfragen vor der EntscheidungCookiesSpeicher
Standard (script defer)Tag-Skript (ca. 50 ms), Folgeskript (ca. 400 ms), POST /pageview (ca. 600 ms)_cs_id und _cs_c (je 395 Tage), _cs_s (Session)keine Einträge
Opt-out vor dem Laden (_uxa.push(["optout"]))Tag-Skript und Folgeskript, kein /pageviewnur _cs_optout (395 Tage)keine Einträge
Skript erst nach Klick nachladenvor dem Klick 0; nach dem Klick wie Standarderst nach dem Klickkeine Einträge

Drei Dinge lassen sich daraus belegen. Erstens geht schon vor einer Entscheidung ein Seitenaufruf-Beacon hinaus (Parameter unter anderem url, dr, dt, sw, sh, pid), und drei Cookies stehen. Zweitens wirkt das dokumentierte Opt-out vor dem Laden: kein Beacon, kein _cs_id. Es speichert aber selbst ein Cookie, und die beiden Skripte werden weiter abgerufen, die IP-Adresse geht also an den Hersteller. Drittens bleibt ein Skript, das erst nach dem Klick geladen wird, vorher still. Das gilt für jedes Skript und ist kein Befund über Contentsquare.

Was nicht gesehen wurde: Replay- und Zonendaten gab es in 12 Sekunden nicht, nur den Pageview-Beacon. Was nach dem Konfigurationsabruf später geschieht, hängt von den Projekteinstellungen ab. Die Cookie-Doku führt _cs_c als Replay-Einwilligungszustand (Wert 1: nicht ausgedrückt, Sitzung vollständig maskiert). In je einem von drei Läufen ging zusätzlich ein POST an einen Installationsprüf-Endpunkt hinaus (mit sessionStorage-Eintrag cs_verify_install_auto); er trat nicht stabil auf und zählt nicht als Befund.

Klassischer Tag: nur Skriptabruf mit Dummy-ID

Den klassischen Hotjar-Tag haben wir nur mit dem offiziellen Snippet und der Dummy-Projekt-ID 1 geladen (acht Sekunden, ohne Klick, drei Läufe, Stand 29. Oktober 2026). Für diese ID liefert der Hersteller ein leeres Skript. Eine echte Hotjar-Projekt-ID hatten wir nicht.

Konfiguration (klassischer Tag, Dummy-ID)Anfragen an DritteCookiesSpeicher
Standard-Snippet (hjid 1, hjsv 6)1: static.hotjar.com/c/hotjar-1.js?sv=6, Status 200, 0 Byteskeinekeine Einträge
Skript erst nach Einwilligung nachladen0keinekeine Einträge

Belegt ist hier nur, dass schon der Abruf des Skripts beim Seitenaufruf hinausgeht. Folgeanfragen, Cookies und Speichereinträge einer Einbindung des klassischen Tags mit echter ID haben wir nicht gemessen. Für Cookies liefert der Korpus ein Muster (übernächster Abschnitt).

Wie oft der klassische Hotjar-Tag vor der Einwilligung lädt

Die Zahlen stammen aus unserem Korpus und gelten für Seiten, auf denen unsere Erkennung Hotjar findet (Hosts hotjar.com und hotjar.io); den Contentsquare-Tag zählt sie nicht mit. Stand B enthält nur Scans ab dem 1. Oktober 2026 (2.188.885 Websites, davon 1.049.885 mit und 1.139.000 ohne erkanntes Cookie-Banner), also einen einheitlichen Scanner-Stand. Die Seiten sind zu 91 % .de-Seiten.

Kennzahl, Stand BAnteilSeiten
Hotjar erkannt (Anfrage vor oder nach Einwilligung)0,55 %12.066
Hotjar lädt vor der Einwilligung, alle Seiten0,24 %5.199
davon Seiten mit erkanntem Banner0,39 % der Banner-Seiten4.123
davon Seiten ohne erkanntes Banner0,09 % der Seiten ohne Banner1.076
Von den Banner-Seiten mit Hotjar: davon vor der Einwilligung37,5 %nicht ausgewiesen

Drei Aussagen lassen sich daraus ableiten, und sie sind nicht selbstverständlich.

  1. Das Banner steht, der Blocker fehlt. Von den 5.199 Seiten mit Hotjar vor der Einwilligung haben 4.123 (79 %) ein erkanntes Banner. Das Tool ist dort also nicht vergessen worden, es wird vom Banner nicht zurückgehalten. Mögliche Ursachen (Vermutung, nicht gemessen) sind ein fest im Theme eingebautes Snippet, ein Container, in dem Hotjar nicht an die Einwilligung gekoppelt ist, oder ein Plugin, das den Code unabhängig vom Consent-Tool einfügt. Welche dieser Ursachen im Einzelfall vorliegt, sieht der Scanner nicht.
  2. Banner-Seiten halten Hotjar bei knapp zwei Dritteln zurück. Rechnerisch lädt es bei 37,5 % der Banner-Seiten mit Hotjar vor der Einwilligung, bei 62,5 % erst danach. Ein Banner wirkt also, aber nicht verlässlich.
  3. Ohne erkanntes Banner ist jeder Treffer ein Laden ohne jede Abfrage. Das sind 1.076 Seiten. Die Zahl ist mit der Banner-Spalte nicht gleich gemessen, weil ohne Banner keine Phase nach der Einwilligung existiert. Außerdem heißt "ohne erkanntes Banner" nicht zwingend, dass keines da ist.

Zur Einordnung der Größe: Hotjar ist damit deutlich seltener als Google Analytics 4, das in Stand B auf 6,85 % der Seiten vor der Einwilligung lädt, und seltener als Microsoft Clarity mit 0,51 %. Nachfrage und Verbreitung sind klein. Das ändert nichts an der Eingriffstiefe pro Besucher, wenn das Tool läuft.

Welche Cookies dabei im Korpus auftauchen (klassischer Hotjar-Tag)

Die Cookie-Auswertung gibt es nur für Stand A (Gesamtkorpus, 4.920.998 Websites, Scans vom 8. August bis 24. Oktober 2026, gemischte Scanner-Stände). Wir mischen sie nicht mit Stand B. Gemessen wurde bei den 13.103 Seiten, auf denen Hotjar nach der strengen Zählung vor der Einwilligung lädt, welche Cookies der Browser vor dem Klick schon hält.

Stand A, 13.103 Seiten mit Hotjar vor der EinwilligungAnteil
mindestens ein Cookie vor der Einwilligung99,0 %
mindestens ein Hotjar-Cookie (_hjSession*, _hjSessionUser* und weitere _hj*)87,4 %
_hjSession*87,3 %
_hjSessionUser*87,1 %
Google-Analytics-Cookie _ga auf derselben Seite43,6 %
Meta-Cookie _fbp auf derselben Seite33,7 %

Das Muster: Wo Hotjar vor der Einwilligung lädt, bleibt es in sieben von acht Fällen nicht beim Laden. Es entstehen auch schon die Hotjar-Cookies, die eine wiederkehrende Person und die laufende Sitzung kennzeichnen. Das ist ein Zugriff auf das Endgerät im Sinne von § 25 TDDDG, und er liegt vor der Entscheidung des Besuchers. Außerdem steht Hotjar selten allein: Bei rund 44 % der Seiten kommt ein Google-Analytics-Cookie dazu. Wer nur Hotjar ausbaut, hat die Lage deshalb oft nicht bereinigt.

Zwei Einschränkungen der Zahl. Erstens ist die Liste der Hotjar-Cookie-Namen eine Annahme unserer Auswertung. Zweitens liegt der Anteil der Seiten, auf denen allein ein Cookie ohne erkannte Anfrage gemessen wurde, bei Hotjar bei 0,00 %: Wir sehen das Cookie praktisch nie ohne das Skript.

Was der Hersteller selbst sagt (Herstellerangabe)

Die folgenden Punkte stammen aus Hotjars Hilfeseiten und den Unterlagen von Contentsquare, zu dem Hotjar gehört. Cookie-Namen und Laufzeiten gelten für den klassischen Hotjar-Tag; für den Contentsquare-Tag gilt unsere Messung oben. Wir haben die Seiten am 29. Oktober 2026 im Browser gelesen und nennen sie in den Quellen. Im Versuch bestätigt haben wir die Angaben nicht. Hersteller ändern ihre Seiten, prüfen Sie sie vor einer Entscheidung im Original.

ThemaHerstellerangabeUnsere Einordnung
Speicherort Nutzer- und Nutzungsdaten liegen bei AWS in Irland (eu-west-1). Hotjar nennt designierte Unterauftragnehmer, einige außerhalb der EU. Die Liste führt Contentsquare: Dort stehen Konzerngesellschaften unter anderem in den USA, Israel, Singapur, Ägypten und Japan (Support, Wartung, Beratung; Datenart "Visitor, Usage") mit SCCs oder EU-US Data Privacy Framework als Übermittlungsmechanismus. Hotjar Ltd. ist laut Hersteller-FAQ in Malta ansässig. Der Speicherort ist EU. Ob und wann Konzerngesellschaften in Drittländern tatsächlich auf Besucherdaten zugreifen, steht nicht auf der Liste. Die Einstufung "eu" im Complianty-Katalog bezieht sich auf Sitz und Hosting, nicht auf diese Liste. Tragen Sie den Drittlandbezug im Verarbeitungsverzeichnis ein.
Sitzungsbegriff (klassischer Tag) Eine Sitzung endet nach 30 Minuten ohne Aktivität, die maximale Länge beträgt vier Stunden. Laut Cookie-Seite gilt für _hjSession_{site_id} 30 Minuten (bei Aktivität verlängert), für _hjSessionUser_{site_id} 365 Tage. Beide sind First-Party-Cookies, die auf die Hauptdomain gesetzt werden. Relevant für die Beschreibung in der Datenschutzerklärung, nicht für die Rechtsfrage. Die 365 Tage zeigen, dass der Besucher über Monate wiedererkannt werden kann.
Maskierung von Eingaben Bei Aufzeichnungen unterdrückt Hotjar Tastatureingaben in allen Eingabefeldern automatisch, clientseitig im Browser. Weitere Texte, Elemente und Bilder lassen sich per Einstellung ausblenden. Ohne diese Einstellung wird Text auf der Seite laut FAQ nur teilweise unterdrückt, etwa lange Zahlenfolgen. Sichtbarer Seiteninhalt (Namen, Adressen, Kontostände) ist damit nicht automatisch maskiert. Behandeln Sie die Maskierung als Konfigurationsaufgabe, die Sie an einer Testaufzeichnung selbst prüfen müssen.

Rechtliche Einordnung

Die folgenden Punkte sind unsere Einordnung der Rechtsquellen, keine Rechtsberatung.

Zugriff auf das Endgerät: § 25 TDDDG

Das gilt für beide Tags. Setzt Hotjar bzw. Contentsquare Cookies oder legt Daten im Speicher des Browsers ab, greift § 25 Abs. 1 TDDDG: Dafür ist eine Einwilligung nötig, es sei denn, der Zugriff ist unbedingt erforderlich, um einen vom Besucher ausdrücklich gewünschten Dienst bereitzustellen (§ 25 Abs. 2 Nr. 2 TDDDG). Eine Aufzeichnung von Bewegungen und Klicks dient dem Betreiber zur Verbesserung der Seite. Der Besucher hat sie nicht angefordert. Unsere Einordnung: Die Ausnahme greift deshalb in der Regel nicht. Eine Entscheidung einer Aufsicht oder eines Gerichts zu Hotjar nennen wir hier nicht.

Die Orientierungshilfe Digitale Dienste der Datenschutzkonferenz (Version 1.2, November 2024) trifft zur verwandten Reichweitenmessung bewusst keine Aussage, ob sie grundsätzlich ohne Einwilligung zulässig ist (Rn. 87). Eine Festlegung sei allenfalls für eine genau definierte Konfiguration und Zweckbestimmung möglich und gelte nicht mehr, sobald weitere Informationen über Nutzende hinzukommen (Rn. 89). Selbst die einfache Messung von Besucherzahlen sei nicht per se Teil des Basisdienstes, sondern hänge vom konkret verfolgten Zweck ab (Rn. 90). Wenn schon das gilt, trägt eine Sitzungsaufzeichnung den Maßstab erst recht. Das ist unsere Schlussfolgerung aus dem Wortlaut. Die Orientierungshilfe nennt Hotjar, Contentsquare oder Sitzungsaufzeichnungen dort nicht. Sie ist kein Gesetz, Gerichte sind nicht daran gebunden, Aufsichten prüfen in der Praxis an ihr.

Verarbeitung der Daten: DSGVO

Die Einwilligung nach Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO ist die übliche Rechtsgrundlage. Die Anforderungen (aktiv, informiert, freiwillig) hat der EuGH im Urteil Planet49 (C-673/17) festgelegt. Hotjar verarbeitet die Daten laut Hersteller als Auftragsverarbeiter des Seitenbetreibers. Dann braucht es einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO. Der Hersteller stellt ein Data Processing Agreement bereit, der Link hotjar.com/legal/support/dpa/ führt inzwischen zur Vorlage von Contentsquare (Stand Oktober 2026, v2026.3). Darin behält sich Contentsquare vor, Kundendaten für Benchmarking und interne Entwicklung auch als eigener Verantwortlicher zu verarbeiten (Ziff. 2.1). Lesen Sie diesen Punkt vor der Unterschrift und halten Sie fest, wie Sie damit umgehen.

Drittland

Hotjar Ltd. hat laut Hersteller-FAQ ihren Sitz in Malta, die Daten liegen laut Hersteller in Irland. Die Contentsquare-Liste nennt Konzerngesellschaften in Drittländern (Tabelle oben). Wir können nicht beurteilen, in welchem Umfang diese auf Besucherdaten zugreifen. Dokumentieren Sie den Drittlandbezug deshalb im Verarbeitungsverzeichnis und in der Auftragsverarbeitungsvereinbarung.

Was daraus für die Einbindung folgt

Suchen Sie auf Kundenseiten nach beiden Hosts, static.hotjar.com und t.contentsquare.net. Gemessen ist: Beim Contentsquare-Tag gehen Beacon und Cookies vor der Entscheidung hinaus, das Opt-out vor dem Laden verhindert beides, aber nicht den Skriptabruf, und nur ein Nachladen nach dem Klick hält vorher alles zurück. Aus dem Korpus folgt für den klassischen Tag: Bei 79 % der Seiten mit Hotjar vor der Einwilligung steht ein erkanntes Banner. Prüfen Sie deshalb jede Stelle, an der der Tag eingebunden sein kann, etwa Theme, Plugin oder Tag-Manager-Container. Welche Stelle im Einzelfall verantwortlich ist, sieht der Scanner nicht. In Complianty erscheint Hotjar und Contentsquare je als Tool in der Kategorie Analyse; lädt es vor der Einwilligung, entsteht ein To-Do "Tool vor Einwilligung" mit den gemessenen Anfragen als Beweis. Den Vertrag legen Sie je Mandant im AVV-Tracker an.

Grenzen

Was dieser Ratgeber nicht leistet. Die Grenzen im Klartext.

  • Der klassische Hotjar-Tag wurde nur mit Dummy-ID geladen. Mit der Dummy-ID 1 liefert Hotjar ein leeres Skript. Folgeanfragen, Cookies und Speicher einer echten Einbindung sind nicht gemessen; Aussagen dazu sind Herstellerangaben oder Muster aus dem Korpus.
  • Der Contentsquare-Tag wurde mit einer Test-ID ohne Seitenverkehr gemessen (Chromium 153 headless, Netzstandort Deutschland, 12 Sekunden, kein Banner, Einwilligung nur simuliert). Replay, Zonen, Sampling und Maskierung hängen von Projekteinstellungen ab, die wir nicht kennen; später startende Aufzeichnung fällt aus dem Fenster. Payload-Inhalte lesen wir nicht, nur Parameternamen.
  • Dass neue Konten den Contentsquare-Tag erhalten, ist eine Beobachtung vom 30. Oktober 2026 an einem Konto. Ob und wann alle Neukonten betroffen sind und was mit Altkonten geschieht, wissen wir nicht. Die Korpusquote zählt den Contentsquare-Tag nicht mit (Ableitung aus dem Fingerprint-Katalog, nicht am Korpus geprüft).
  • Die Herstellerangaben (Speicherort, Unterauftragnehmer, Do Not Track, Sitzungsdauer, Cookie-Laufzeiten des klassischen Tags, Standard-Unterdrückung von Eingaben, DPA) haben wir am 29. Oktober 2026 auf den Seiten von Hotjar und Contentsquare gelesen, nicht im Versuch geprüft. Zur Consent-API von Hotjar haben wir keine Herstellerseite gefunden und machen dazu keine Aussage.
  • Die Cookie-Zahlen gelten für Stand A (gemischte Scanner-Stände, 8. August bis 24. Oktober 2026), die Verbreitungszahlen für Stand B (ab 1. Oktober 2026, zu 91 % .de). Beide sind roh, ohne Dubletten- und Hygienebereinigung, und messen den ersten Aufruf der Startseite. Unterseiten und serverseitig oder über Proxys geladene Einbindungen fehlen.
  • "Ohne erkanntes Banner" bedeutet, dass der Scanner keinen Consent-Manager erkannt hat. Eigenbauten können darunter fallen.
  • Der Scanner sieht Verbindungen und Cookies, nicht die Konfiguration im Hotjar- oder Contentsquare-Konto und nicht, ob Inhalte maskiert werden.
  • Diese Seite ist keine Rechtsberatung. Auslegungen der Aufsichtsbehörden und Gerichte ändern sich. Stand der Rechtsquellen: 29. Oktober 2026.
FAQ

Häufige Fragen. Kurz beantwortet.

Werden Hotjar-Daten in Drittländer übertragen?

Laut Hersteller liegen die Daten bei AWS in Irland. Die Unterauftragnehmerliste von Contentsquare nennt Konzerngesellschaften unter anderem in den USA, Israel und Singapur, mit SCCs oder Data Privacy Framework. Ob diese auf Besucherdaten zugreifen, steht nicht auf der Liste. Einen Drittlandbezug sollten Sie deshalb nicht ausschließen.

Was steht im Hotjar-DPA zur Verarbeitung für eigene Zwecke?

Der Link zur DPA-Vorlage leitet inzwischen auf das Contentsquare-DPA weiter (Stand Oktober 2026, v2026.3). In Ziff. 2.1 behält sich Contentsquare vor, Kundendaten für Benchmarking und interne Entwicklung als eigener Verantwortlicher zu verarbeiten. Das ist eine Herstellerangabe, die Sie vor der Unterschrift im Original lesen sollten.

Wie lange bleiben die Cookies gespeichert?

Beim gemessenen Contentsquare-Tag stehen _cs_id und _cs_c 395 Tage, _cs_s nur für die Sitzung. Für den klassischen Hotjar-Tag gilt laut Cookie-Seite des Herstellers für _hjSession_{site_id} 30 Minuten (bei Aktivität verlängert) und für _hjSessionUser_{site_id} 365 Tage. Die Hotjar-Cookies sind First-Party-Cookies. In unserem Korpus (Stand A) stehen sie bei rund 87 % der Seiten, auf denen Hotjar vor der Einwilligung lädt, schon vor dem Klick.

Ist der neue Contentsquare-Tag derselbe wie der Hotjar-Tag?

Gemessen haben wir nur den Contentsquare-Tag (t.contentsquare.net). Er gehört zum selben Hersteller, und sein Skript enthält eine Weiche für die Auslieferung von static.hotjar.com, die Tag-Technik ist also verwandt. Gleiches Verhalten wie der klassische Hotjar-Tag folgt daraus nicht, den haben wir mit echter ID nicht gemessen.

Wie oft laden Websites Hotjar schon vor der Einwilligung?

In Stand B (Scans ab 1. Oktober 2026, 2.188.885 Websites) auf 0,24 % aller Seiten nach unserer Erkennung des klassischen Hotjar-Tags, das sind 5.199. Bei Seiten mit erkanntem Banner lädt es in 37,5 % der Fälle, in denen Hotjar dort überhaupt gesehen wird, schon vor der Einwilligung.

Quellen

Quellen. Zum Nachprüfen.

  1. TDDDG § 25: Schutz der Privatsphäre bei Endeinrichtungen · Einwilligung für Zugriff auf das Endgerät, Ausnahmen
  2. DSGVO, Verordnung (EU) 2016/679 · Art. 6, Art. 28
  3. EuGH C-673/17, Planet49 · Anforderungen an die Einwilligung
  4. Datenschutzkonferenz: Orientierungshilfe Digitale Dienste, Version 1.2 (November 2024) · Rn. 87 bis 90: keine Aussage zur Reichweitenmessung ohne Einwilligung, Festlegung nur für definierte Konfiguration
  5. Hotjar: Data Safety, Privacy, Security · Herstellerangabe: Speicherort Irland, Unterauftragnehmer, Tastatureingaben standardmäßig unterdrückt
  6. Contentsquare: Sub-processors List (Stand Juni 2026, v2026.4) · Herstellerangabe: Unterauftragnehmer inkl. Standorte und Übermittlungsmechanismen; Hotjar-Hilfeseite verweist hierher
  7. Hotjar: Cookies Set by the Hotjar Tracking Code (klassischer Tag) · Herstellerangabe: Cookie-Namen und Laufzeiten
  8. Hotjar: Privacy FAQs · Herstellerangabe: Do Not Track, Sitz Malta, Maskierung
  9. Hotjar: What Is a Session? · Herstellerangabe: 30 Minuten, vier Stunden
  10. Hotjar: Data Processing Agreement · AVV-Vorlage des Herstellers; leitet auf contentsquare.com/privacy-center/data-processing-agreement/ weiter (Stand Oktober 2026)
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